Ein gefeierter Herzchirurg bricht beim Klassentreffen seines Medizinjahrgangs in einem exklusiven Wiener Dinerclub am Tisch zusammen und stirbt. Das Kaliumchlorid, das sein Herz stoppte, verbarg sich in der elegantesten aller Waffen — einem Weinkorken, durchbohrt von einer Spritze.
Samstag, 5. Oktober — Wiens Innere Stadt, das historische Herz der österreichischen Hauptstadt. Zum Goldenen Hirsch residiert in einem Gebäude aus dem 17. Jahrhundert in der Bäckerstraße; sein Eingang ist nur durch eine kleine Messingplakette und eine diskrete Türklingel gekennzeichnet. Kein Schild, keine Speisekarte im Fenster, kein Hinweis darauf, dass hinter der Eichentür eines der exklusivsten kulinarischen Erlebnisse Europas liegt. Die Mitgliedschaft ist nur auf Einladung möglich, begrenzt auf 200 Mitglieder, mit einer Warteliste, die sieben Jahre zurückreicht.
Dr. Stefan Kessler war seit fünfzehn Jahren Mitglied — einer der sichtbarsten und geschätztesten Gäste des Clubs. Er speiste mindestens zweimal im Monat im Goldenen Hirsch, stets im Mahler-Salon, stets mit dem 2015er Gevrey-Chambertin, den Inhaber Maximilian Engel eigens für ihn zurücklegte. Stefan war ein Gewohnheitsmensch von verfeinertem Geschmack: derselbe Tisch, derselbe Wein, derselbe Sommelier.
4 Personen hatten die Mittel, das Motiv oder die Gelegenheit. Nur eine von ihnen ist der Täter.
Arbeiten Sie die komplette Fallakte durch wie ein echter Ermittler: Polizeibericht, Tatortbegehung, Verhöre aller Verdächtigen, Sachbeweise und Tonaufnahmen. Gleichen Sie Aussagen mit den Beweisen ab, finden Sie die Widersprüche — und erheben Sie Ihre einzige Anklage erst, wenn Sie sicher sind.
Die Beweisakten: Manipulierter Weinkorken, Obduktions- und Toxikologiebericht, Vitalzeichenaufzeichnung des Operationssaals, Überwachungsaufnahmen des Restaurants, Spritze und Kaliumchlorid-Ampullen, Konfrontationsbrief beim Opfer gefunden
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